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Deutschland ist Schlusslicht beim Immobilienerwerb


Nach einer aktuellen europaweiten Umfrage (ING International Survey) der niederländischen Bank ING stellt sich heraus, dass sich die Prioritäten der Deutschen hinsichtlich der Anschaffung einer Immobilie geändert haben und damit vielfach der Aufbau eines Vermögens zu Lebzeiten schlechter ausfällt, als er es eigentlich könnte.


Der Umfrage folgend priorisieren 91% der befragten Nicht-Immobilienbesitzer in Deutschland andere Sparziele wie Hobbies, Reisen, den Wunsch nach Kindern oder die Rückzahlung von Ausbildungsschulden. Damit liegt Deutschland an der Spitze in Europa – alle Befragten der übrigen Länder bewerten dies anders und priorisieren den Immobilienerwerb höher. Der gesamteuropäische Durchschnitt der hierzu befragten Nicht-Immobilienbesitzer liegt bei 81%.


Interessanter Weise bewerten es 62% der Befragten in Deutschland als zunehmend schwierig, eine Immobilie (Haus) oder Land zu erwerben. Hier liegt der Durchschnittswert in Europa mit 70% höher. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Befragten in Deutschland im Vergleich zum europäischen Durchschnitt den Immobilienerwerb als weniger schwierig erachten (aber dennoch andere Investitionen höher bewerten).


Gleichzeitig legt die Studie dar, dass die Befragten in Deutschland zu einem Anteil von 58% der Ansicht sind, es wäre besser, eine Immobilie zu erwerben als zu mieten. Dies klingt hoch, ist es aber nicht. Hier liegt Deutschland im europäischen Vergleich an letzter Stelle: der Durchschnitt Europa liegt bei 70%.

Dies ist vor dem Hintergrund erstaunlich, da verschiedene Studien belegen, dass die Besitzer von Immobilien im Laufe des Lebens ein höheres Vermögen aufbauen als die Mieter von Immobilien. (Vgl. z.B. den Spiegel vom 11.11.2013 oder Manager Magazin vom 02.10.2019)


Dieses Bild deckt sich mit ähnlich gelagerten Studien, wonach die Deutschen beim Besitz von Immobilien Europaweit (Weltweit) das Schlusslicht bilden. Weiterhin interessant ist die Aufteilung der Altersgruppen der befragten Mieter, in welchem Alter sie die Anschaffung einer Immobilie oder Land erwarten. Hier fällt für Deutschland auf, dass die Erwartung, irgendwann ein Haus zu besitzen, eher im späteren Leben (ab dem 35ten Lebensjahr) möglich wäre.


Auffällig ist der Anteil der in Deutschland befragten Mieter, welche mit 43% der Meinung sind, niemals die Möglichkeit haben werden zu kaufen. Gleichzeitig geben 22% der Befragten an, niemals eine Immobilie oder Land erwerben zu wollen.

Im Weiteren wird ebenfalls gefragt, ob die befragten Mieter der Meinung sind, ob das eigene Land auf dem richtigen oder falschen Weg ist, die Voraussetzungen für Eigentum zu schaffen.


Hier zeigt die Studie auf, dass die befragten deutschen Mieter zu 65% der Meinung sind, das Land befinde sich auf dem falschen Weg, die richtigen Voraussetzungen zu fördern (2019). Noch zwei Jahre zuvor waren es 15% weniger (2017 waren es 50%).


Unsere Erfahrungen in der täglichen Beratung rund um das Thema Immobilienerwerb / Immobilienfinanzierung decken sich mit den Ergebnissen der Studie. Vielfach erleben wir, dass die Anschaffung einer Immobilie als sehr schwer oder unmöglich angesehen wird. Wir können im Zuge der Beratung oft aufzeigen, das dem nicht so ist.

Sprechen Sie uns unverbindlich auf unsere Beratungs- und Vermittlungsleistung an. Unser Angebot umfasst ein breites Spektrum an Finanzierungsalternativen durch diverse regionale und überregionale Banken und Versicherungsgesellschaften. Daneben nutzen wir große Transaktionsplattformen für diverse Finanzierungen und bilden damit nahezu den gesamten deutschen Markt ab.


Quellen: ING; Eigene Recherche; Trotz sorgfältiger Recherche keine Gewähr – Diese Ausführungen stellen keine Handlungsempfehlungen dar – (Autor: André Pabst)


Pabst Financial Services – Am Sparrenberg 2 – 33602 Bielefeld

2 Gedanken zu „Deutschland ist Schlusslicht beim Immobilienerwerb“

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